»Wir möchten Gemein­schafts­gas­tronomie als einen Ort weit­er­en­twick­eln, an dem Ve­r­ant­wor­tung und Qualität zusam­menkom­men. Für uns bedeutet Nach­haltigkeit, klare Standards zu setzen, Fortschritte messbar zu machen und gle­ichzeit­ig genussvolle, vielfältige Angebote für unsere Gäste zu schaffen.«

Kathrin Lutter, Leitung Marketing und Kom­mu­nika­tion

Was zeichnet Bayer Gastronomie aus?

Wir sind so vielseitig wie die Menschen, die uns täglich begleiten: Hotels, Kantinen, Kul­turstät­ten, Ban­ket­t­be­trieb, Restaurant – bis hin zum Weinkeller. Diese Bandbreite an Zielgruppen und Ser­vicewel­ten ist nicht Komplexität, sondern Stärke. Denn wer so un­ter­schiedliche Gäste versteht, weiß auch: Ve­r­ant­wor­tungsvolle Gastronomie ist keine Ein­heit­slö­sung – sie ist Haltung in jeder Situation.
Egal ob Kantine oder Kul­turstätte – überall begegnen uns Menschen mit un­ter­schiedlichen Bedürfnis­sen. Genau das ist unser Antrieb: Ve­r­ant­wor­tung, Gast­fre­und­schaft und Qualität sichtbar zu machen – täglich, an jedem Berührungspunkt.

Welche Aspekte spielen in eurer Nach­haltigkeitsstrate­gie eine Rolle?

Mit künstlicher Intelligenz steuern wir präzise unsere Speise­pla­nung, sodass Lebens­mit­te­labfälle gezielt reduziert werden – Men­gen­s­teuerung, die mitdenkt. Um Food Waste noch umfassender zu begegnen, haben wir ein dreifaches Netz aufgebaut: unser Food-Saver-Buffet, ein kon­tinuier­lich­es Food-Waste-Monitoring sowie die Zusam­me­nar­beit mit der App TooGoodToGo.
Beim Thema Verpackung setzen wir konsequent auf 100 % Mehrweg to go, ganz ohne Ausnahme. Auch bei Kartoffel-, Gemüse- und Ob­st­pro­duk­ten verstehen wir Re­gion­al­ität nicht als Mar­ket­ingver­sprechen, sondern als verbindlichen Standard: Alle Produkte aus diesen Kategorien stammen aus einem Radius von maximal 150 Kilometern. Darüber hinaus arbeiten wir mit Betrieben zusammen, die „krummes Gemüse“ retten, das sonst aus dem System fallen würde – bis zu 50 % unseres Gemüseange­bots stammen aus dieser Part­ner­schaft.

Ihr versteht Nach­haltigkeit auch als soziale Aufgabe. Was meint ihr damit?

Für uns endet Ve­r­ant­wor­tung nicht beim Einkauf. Faire Arbeit, Wertschätzung, Entwicklung und Teilhabe gehören für uns genauso zur nach­halti­gen Esskultur wie regionaler Bezug oder Food-Waste-Monitoring. Wer nur auf den Teller schaut, denkt zu kurz.

7.000 Personen täglich

versorgen wir täglich 

150-km-Radius

für Kartoffel-, Gemüse- und Ob­st­pro­duk­te – Re­gion­al­ität als verbindlich­er Standard, nicht als Mar­ket­ingver­sprechen

Was braucht die Branche, um wirklich vo­ranzukom­men?

Mut, Gewohntes zu hin­ter­fra­gen – und den Willen, Mi­tar­bei­t­ende und Gäste transparent mitzunehmen. Klare Entschei­dun­gen bringen Verän­derun­gen mit sich, ob im Einkauf, im Angebot oder in Prozessen. Wer das offen kom­mu­niziert, schafft Vertrauen und macht Wandel langfristig tragfähig.